Im Rahmen des Interreg Central Europe Projekts MUTABLE fand am 19. März 2026 das erste internationale Vor-Ort-Treffen statt. Dafür lud das Aufbauwerk als Lead Partner nach Döbeln in den Landkreis Mittelsachsen ein, der ebenfalls im Projekt engagiert ist und bei der Ausrichtung unterstütze. Die vier Partnerorganisationen aus Deutschland, Ungarn und Slowenien kamen zusammen, um den Auftakt der geplanten Maßnahmen zur Förderung eines multimodalen Mobilitätsmanagement in ländlichen und peripheren Räumen abzuhalten.
Zunächst berichteten die Partner von den Herausforderungen und Besonderheiten ihrer Projektregionen, um das gemeinsame Problemverständnis weiterzuentwickeln und die vorgesehenen regionalen Faktenblätter vorzubereiten. Dazu gehört insbesondere eine stärker am Bedarf ausgerichtete öffentliche Mobilität, damit Kapazitäten effizient eingesetzt werden können. Weiterer Tagesordnungspunkt war die formale Etablierung der Partnerschaft über ein gemeinsames Projektmanagement. Zur Unterstützung hatte sich Frau Šrámková, Programmkoordinatorin Interreg Central Europe, digital zugeschaltet, um administrative Orientierungshilfe zu leisten und die Fragen der Partner zu beantworten.
Am Nachmittag begrüßten die Anwesenden dann Michael Schäfer und Philipp Schneider von der vci VerkehrsConsult Ingenieurgesellschaft mbH aus Dresden, die ein Modellprojekt im Landkreis Mittelsachsen vorstellten, mit dem ein Konzept zur bedarfsorientierten Planung von Haltepunkten im bestehenden Liniennetz erfolgreich getestet wurde. Das im Rahmen der ITAS (Initiative Transformation der Automobilregion Südwestsachsen) umgesetzte Konzept steht dabei stellvertretend für diverse Maßnahmen, die das Landratsamt Mittelsachsen zur Sicherung der Leistungsfähigkeit des öffentlichen Nahverkehrs plant. Im Anschluss hatten die Anwesenden die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen und die Übertragbarkeit in die eigene Heimatregion zu diskutieren.



Für weitere praktische Einblicke in die regionalen Herausforderungen, nahmen die Partner an einer Exkursion durch das Döbelner Umland teil. So konnten die Teilnehmenden Mobilitätsherausforderungen wie begrenzte Verfügbarkeit von Verkehrsangeboten, geringe Bevölkerungsdichte und geografische Gegebenheiten hautnah erleben. Gleichzeitig gab es die Möglichkeit, lokale Sehenswürdigkeiten, wie Burg Mildenstein und die Talsperre Kriebstein zu entdecken.
Die Veranstaltung klang in entspannter Atmosphäre mit einem rustikalen Abendessen in einem Döbelner Restaurant aus. Wir danken herzlich allen europäischen Partnern, die wir in der Region begrüßen durften und allen an der Organisation des erfolgreichen Treffens beteiligten Personen.

