Dunkle Nächte im urbanen Raum: Fünftes Partnerschaftstreffen in Leipzig

Am 14. und 15. April kamen die Partner des Projekts DARKERSKY4CE zum fünften Mal zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf Umwelt und Gesellschaft weiter gesteigert werden kann. Dafür kamen die sieben europäsischen Partnerorganisationen unter Einladung des Aufbauwerks in Leipzig zusammen. Da sich das Projekt dem Ende der Lauzeit nähert, wurden vor allem die bisherigen Erfolge und die Finalisierung der letzten Projektaktivitäten besprochen. U.a. wurde die Endredaktion der entwickelten Dark-Sky-Strategie besprochen, die Planung der bevorstehenden vier Pilotaktionen konkretisiert und eine geplante Wanderausstellung mit den Projektergebnissen andiskutiert.

Der Nachmittag des 14. Aprils wurde dann genutzt, um den regionalen Kontext vorzustellen. Für Einblicke aus der Praxis begrüßten die Anwesenden Frau Heike Besier vom Fachbereich Gestaltung Öffentlicher Raum des Stadtplanungsamts Leipzig. Sie stellte die Pionierarbeit zur nachhaltigen und umweltbewussten Gestaltung des öffentlichen Lichtdesigns vor, durch die die Stadt Leipzig als eine der Vorreiterinnen in Deutschland und Europa gilt. Dabei ging sie u.a. auf Leipzigs zentrale Rolle in der Entwicklung der LUCI Association ein und beschrieb den Prozess hin zu einem der ersten deutschen Lichtmasterpläne, mit dem nicht nur Energieeinsparungs-, sondern auch naturschutzbezogene Kriterien inbegriffen wurden.

Ein besonderes Highlight war dann ein Dark Sky Walk in der Leipziger Innenstadt, mit dem die Stadtkulisse nach Einbruch der Dämmerung und mit Fokus auf der öffentlichen Beleuchtung erkundet werden konnten. Im Rahmen der Internationalen Dark Sky Woche führte Frank Vohla, Mitglied der Paten der Nacht, durch den Abend und ging auf die Fragen der Anwesenden ein. Die Paten der Nacht sind eine in Deutschland gestartete zivilgesellschaftliche Initiative, die sich dafür engagieren, dass dunkle Nachthimmel als schützenswertes Gut anerkannt werden.

Der Großteil der Anwesenden hatte Leipzig zurvor noch nicht besucht und mehreren Personen viel unmittelbar auf, dass Leipzig im Vergleich zu den Stadtgebieten der europäischen Partner angenehm dunkel gestaltet ist. Während des Dark Sky Walks griff Herr Vohla auf seine Erfahrungen aus früheren Aktionen im Leipziger Raum zurück und konnte einige Verbesserungen im nächtlichen Lichtdesign der Innenstadt herausstellen. Gleichzeitig lassen sich nach Einschätzung des Experten noch Potenziale heben. Weitere Informationen zu Herrn Vohlas Rundgang finden sich auf seinem Blog.

Herzlichen Dank nochmals im Namen des Aufbauwerks für den gelungenen Austausch!